Manchmal sind es die launigen Zufälle und die zunächst obskur anmutenden verrückten Ideen aus spontanen Geistesblitzen, die etwas besonderes und spannendes hervorbringen. Auf alle Fälle kann ich bestätigen, … man mag es in diesem Falle kaum glauben, … diese Idee kam uns nicht bei einer “Weinlaune,â€. Bei einer Verkostung traf ich eine gute bekannte und Hamburger Kaffeefarmerin Vera Stücker, sie ist Betreiberin der Ngila Farm in Tansania, im Distikt Karatu, direkt am Ngorogoro Krater neben einem großen Elefantenreservat, welche meine absoluten Lieblingskaffees anbauen. Nachdem Sie mir mal wieder von Elefantenherden, die immer Ihre Kaffeebäume zerstören, erzählte, schnackten wir über die gehörige Anzahl von sog. “naturals†auf dem Kaffeemarkt. Da es in der jungen, modernen Kaffee-Welt als eine Art “heiliger Gral†des modernen Kaffeetrinkens gilt, philosophierte ich mit Vera nun diesen Tages über diese sehr fruchtigen und beerigen Kaffees. Ich erzählte Ihr von einem Röster in USA, welcher mit leeren alten Chardonnay, Fässern und grünem Kaffee experimentierte, und wir fanden diese Idee beide sehr spannend. Kurz gesagt hat Vera sich gleich ein Fass, in dem ein befreundeter Winzer 5 Jahre lang Spätburgunder reifen, lies mit nach Tansania genommen. Mittels vieler Versuche hat Vera herausgefunden, wie lange und unter welchen Bedingungen der Rohkaffee nun in dem Fass liegen oder vielmehr bewegt werden muss, damit das Rotweinaroma vom grünem Kaffee aufgenommen wird. Diese Aromen bewahrt der Kaffee, während wir ihn letztendlich hier in Hamburg in unserem Röster veredeln und ihm seine wunderbaren Kaffee Aromen entlocken. Nicht unbedingt für morgens, … aber nachmittags oder als Dessert Kaffee einfach sensationell, und es gibt davon jedes Jahr NUR 120kg.
Inhalt: 0.25 kg (76,52 € / 1 kg)
Die "Perlbohne" (Englisch "Peaberry" - PB) und ist aufgrund ihrer runden Form die einer Perle gleicht so benannt, der Anbau ist aufwendiger da sich in jeder Kaffeekirsche nur eine (nicht wie üblich zwei) Bohne befindet. Die Farm liegt im Karatu Distrikt, an den Hängen des Ngorongoro Kraters, inmitten des Ngila Forest Reservats. Sie wurde im 20. Jahrhundert von einer deutschen Familie begründet und nach dem 2. Weltkrieg von britischen Farmern übernommen. Diese verkauften die Farm im Jahr 1990 wiederum an Deutsche, die Familie von Rudolf Meyer. Seitdem ist die Kaffee-Anbaufläche erweitert worden, eine Bewässerungsanlage und neue Verarbeitungsmaschinen wurden angeschafft. Seit über 10 Jahren ist der Ngila Kaffee als einer der besten gewaschenen Arabica Kaffees der Ngorogoro-Region bekannt. Das Wasser des Endoro-Flusses, das aus dem Ngorogoro-Nationalpark kommt, wertet den Ngila Kaffee noch zusätzlich auf. Lage: Im Karatu Distrikt, an den Hängen des Ngorongoro Kraters in den nördlichen Highlands von Tansania. Gemeinsam mit meiner Frau hatte ich die Gelegenheit diese tolle Farm im Jahr 2022 zu besuchen und konnte mich von der hervorragenden Arbeit aller beteiligten überzeugen, weshalb wir gleich mehrere Kaffees von dieser Farm im Sortiment haben. In der Tasse von diesem Peaberry finden wir einen vollen, schokoladigen Körper mit einer milden Säure, die an Grapefruit, Blutorange und Zitrone erinnert und sich ausgewogen in den Gaumen legt.
Inhalt: 0.25 kg (39,52 € / 1 kg)
Die Ratnagiri Farm wird von Ashok Patre geleitet. Seit nun fast 100 Jahren wird die Farm von der Familie bewirtschaftet, 1927 wurde sie von seinem Großvater gegründet. Die lange Erfahrung in der Pflege, Ernte und Aufbereitung des Kaffees ist in der Tasse deutlich zu erkennen und zu schmecken. Die Qualität des Kaffees steht für die Familie Patre klar im Vordergrund. Um die Kaffeepflanze so naturbelassen wie möglich reifen zulassen, sind die Pflanzen geschützt von Schattenbäumen. Die Kaffeepflanzen wachsen im Schutz von Bäumen, um eine natürliche Reifung zu ermöglichen. Erfahrene Kaffeepflücker wählen sorgfältig jede reife Bohne aus. Die gesammelten Kirschen trocknen dann mehrere Tage unter der indischen Sonne und durchlaufen dabei eine Fermentation. Nach dem Trocknen werden die Bohnen enthüllt, indem ihre Pergamentschicht entfernt wird. Die Bohnen werden sortiert und klassifiziert, um nur die besten für den Pearl Mountain Kaffee auszuwählen.
Die Sake-Farm liegt im Distrikt Ngoma im Osten Ruandas und hat ihren Namen vom Sake-See, der an ihr entlang verläuft. Die Sake Farm-Plantage unterstützt rund 2.400 Bauern in der Umgebung. Mit finanzieller Unterstützung von internationalen Partner-Organisationen, wie der Kahawatu Foundation (Sucafinas Nachhaltigkeitsumsetzer) wurden in den letzten Jahren die technische Infrastruktur, Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeitenden auf der Plantage und die Verarbeitungseinheit verbessert. Das Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Qualität und Quantität des produzierten Kaffees. Gleichzeitig soll sich die Fähigkeit der Farm verbessern, Wissen weiterzugeben, das den Kleinbauern zugute kommt, was die Sake Farm zu einem äußerst wertvollen Informationszentrum macht. Die Plantage wird seit 1999 von Marie Laetitia Kayitesire verwaltet, als die erste Bourbon-Kaffeesorte gepflanzt wurde. Heute sind 30 Hektar mit Bäumen der Sorte Arabica Bourbon bepflanzt. Im Jahr 2003 sicherte sich Frau Kayitesire mit Unterstützung von USAID die Investition in den Bau einer Kaffeewaschstation, die die Sake Farm bedient und den Kaffee von Kleinbauern in der Umgebung kauft und verarbeitet. Die Waschstation wird ausschließlich von Frauen betreut und ist als „Frauenwaschstation“ bekannt.Dieser tolle gewaschene Kaffee hat - typisch für ostafrikanische Kaffees - intensive Fruchtnoten von roten Beeren, die auf einen weichen, schokoladigen Körper treffen und von feinwürzig-floralen Aromen abgerundet werden.
Inhalt: 0.25 kg (168,00 € / 1 kg)
Am Standort Santa Catarina wir die Leidenschaft einer Familie für Kaffee jeden Tag gelebt. Die Geschichte der Produktion beginnt in den 1980er Jahren, als der Großvater von Sebastião Alexandre verstarb und das Land seinen Kindern vererbte. Kurz darauf waren sie es, die 1983 die Kaffeeplantage gründeten. Damals pflanzte Sebastiãos Vater, Benedito Faustino da Silva, zusammen mit seiner Frau Rosa Martins da Silva die ersten Pflanzen an, unterstützt von seinem ältesten Sohn. Damit begann die Geschichte des Kaffees auf dieser Farm. Die ersten Jahre waren die schwersten. Die Kaffees erreichten keine gute Trinkqualität, und zu allem Überfluss wurde die Region bald darauf von einem schweren Frost heimgesucht, der die meisten Pflanzen vernichtete. Entmutigt durch den Ort wählten sie einen höher gelegenen Standort für die Neuanpflanzung. Eine eingegangene Partnerschaft mit Carmo Coffees führte zu stetig besseren und zuletzt sehr guten Ergebnissen, die sie in letzter Zeit erzielt haben. Die Anleitung und ständige Unterstützung des Teams schätzt die Familie sehr. Jetzt achten sie mehr auf die Pflege der Pflanzen, führen Bodenanalysen durch und arbeiten intensiv an der Nachernte, mit Hängehöfen und neuen Methoden der Kaffeeverarbeitung. Optimistisch arbeitet die Familie weiter an Verbesserungen und kann in den letzten Jahren auf ganz hervorragende Ergebnisse zurückschauen. Auf unserer Kaffee-Safari im Herbst 2023 haben wir diesen Kaffee entdeckt. Es gab leider nur 10 Säck á 60kg und ich habe die komplett gekauft... ein Gedicht und sehr ungewöhnlich für Brasilien.
Inhalt: 0.25 kg (192,00 € / 1 kg)
Durch einen wunderbare Zufall habe ich diese Großartige Projekt im Oktober 2022 kennengelernt. Wir waren mit unserem Agenten Alexander Ignacio von Interamerican Coffee, wie jedes Jahr als Jury Mitglied bei dem Wettbewerb Forca Café und ich konnte Alexander danach noch ein wenig begleiten auf seiner Reise zu anderen Farmen. Carmo Coffee ist von Luis Paulo gegründet worden. Er stammt aus einer Farmer-Familie und ist jetzt ein lokaler Rohkaffeehändler der sich nur mit Premium Kaffees beschäftigt. Wir wurden zu seinem Geburtstags Grillfest eingeladen und haben uns auf Anhieb gut verstanden. Das Leben kann so einfach sein. Am nächsten Tag besuchten wir sein Büro und es wurde uns ein Tisch mit 20 verschiedenen Farmkaffees vorbereitet … was soll ich sagen, ich „musste“ davon 6 Kaffees einfach kaufen … sie waren zu überzeugend. Dieser hier ist ein kleines Lot von der innovativen Fazenda Santuario Sul, wo neben vielen anderen spannenden Arabica-Varietäten die bisher noch selten zu findende Starmaya angebaut wird. Starmaya ist ein sogenannter F1-Hybrid aus einer Kreuzung der brasilianischen Sorte Marsellesa mit einer äthiopischen Landrasse. Im Gegensatz zu allen anderen sich im Umlauf befindenden F1 Hybriden ist Starmaya die einzige Sorte, die sich über Saat vermehren lässt und nicht über kostspielige Biotechnologie. Das ist neben dem einzigartigen Tassenprofil ein Grund, warum wir diese Varietät wirklich spannend finden. Dieser Kaffee wird nach der Ernte und Sortierung unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob) fementiert, bevor er in der ganzen Frucht trocken aufbereitet wird. In die Tasse bekommen wir hier tropische Früchte, nussige Noten von Mandeln und einen feinen schokoladigen Körper, der mit leichten floralen Aromen abgerundet wird, die an Hibiskus erinnern. Ein wunderschöner, moderner und komplexer Kaffee, der ein bisschen damit bricht, was wir uns unter brasilianischen Kaffees vorstellen.
Inhalt: 0.25 kg (184,00 € / 1 kg)
Die Besten äthiopischen Kaffees kommen aus den Anbaugebieten Harar, Yirgacheffe und Sidamo. Die wild wachsenden Urwaldkaffees meist aus dem Gebiet Kaffa. Die äthiopischen Kaffeesträucher produzieren kleine, rundliche und leicht spitz zulaufende Bohnen. Der Wachstumsprozess dieser Sorte ist durch die große Höhenlage langsamer als in den meisten anderen Kaffeeregionen. Der jeweilige Name kennzeichnet die Region, aus der diese meist großartigen Kaffees mit dem, ihnen eigenen unverkennbaren Gerüchen und Geschmäckern kommen. Äthiopische Kaffees sind sehr fruchtbetont und voller zarter, floraler Noten. Oftmals hat man einen, sehr an leichte Bergamotte-Noten des Schwarztees oder dem lieblichen Aroma von Jasmin Tee erinnernde Noten in Kombination mit einem voluminösen, würzigen Körper. Auf alle Fälle zählen sie zweifellos zu dem Besten, was der Weltmarkt zu bieten hat. Bei Daye Bensa begann alles mit zwei Kaffeebauer-Brüdern, Assefa und Mulugeta Dukamo aus der Region Bensa Sidama. Heute ist Daye Bensa Coffee eines der wichtigsten Kaffeeexportunternehmen in Äthiopien, das grünen Kaffee direkt von eigenen Farmen und den Farmen verbundener Bauern exportiert. Wir exportieren verschiedene Kaffees aus allen Kaffeeanbaugebieten in verschiedenen Qualitäten, von konventionell bis Spezialitäten, und sind seit mehr als 20 Jahren im Kaffeegeschäft tätig.
Die Kaffeepflanzungen in dem Gebiet von Waghi Valley, welches sich auf einer Höhe von etwa 1.550 Metern über dem Meeresspiegel befindet, sind für ihre exquisite Kaffeequalität bekannt. Unter den ersten Farmen, die hier mit dem systematischen Kaffeeanbau begonnen haben, war die Sigri-Estate. Heute erstreckt sich die Sigri-Plantage über rund 122 Hektar und genießt weltweite Anerkennung für die Produktion einiger der besten Kaffeesorten. Hier werden ausgewählte Arabica-Varianten wie Arusha und Typica angebaut. Die Typica-Bohne hat ihre Wurzeln im Saatgut des renommierten Jamaica Blue Mountain. Der fruchtbare vulkanische Boden, das kühle Klima, die gute Bodenbeschaffenheit und der reichliche Niederschlag schaffen die perfekten Bedingungen für den Anbau von hochqualitativem Arabica-Kaffee. Die Qualitätssicherung beginnt bereits vor Ort. Der Kaffee wird manuell geerntet und sorgfältig auf seine Uniformität geprüft. Nur rote und vollreife Kirschen werden ausgewählt, um die Balance des Zuckers in der Kirsche zu gewährleisten. Nach der Auswahl werden die Kirschen am Erntetag selbst zerkleinert, fermentiert und in einem etwa dreitägigen Vorgang gewaschen. Im Anschluss erfolgt die sogenannte Sonnentrocknung, die zur weiteren Verbesserung des Kaffeegeschmacks beiträgt. Dieses umfassende Verfahren verleiht dem Spezialitätenkaffee seine herausragende Qualität. Geschmacklich präsentiert sich dieser Kaffee als mild bis medium, mit sehr fruchtigen, süßen, leicht schokoladigen sowie würzigen Akzenten. Die handgepflückte Ernte, die sehr selektiv durchgeführt wird, unterstreicht die hohe Qualität des Spezialitätenkaffees. Durch die kunstfertige Röstung unserer Röstmeister sind unsere Kaffees für diverse Zubereitungsarten geeignet. Alle Bohnen werden bei niedriger Temperatur über längere Zeit im Trommelröster sanft geröstet und anschließend im Kühlsieb mit Luft schonend abgekühlt, was die Aromen bewahrt. Dieser Kaffee zeigt sich als mittelhelle Röstung und ist sehr reich an Aromen. Für ein optimales Geschmackserlebnis empfehlen wir die Zubereitung des Kaffees in der Aero Press (mittelfeiner Mahlgrad), im Handfilter (mittlerer Mahlgrad), in der Filter-Kaffeemaschine (mittlerer Mahlgrad), in der Chemex (mittelgrober Mahlgrad), in der Stempelkanne (grober Mahlgrad) oder in der Karlsbader-/Bayreuther Kanne (sehr grober Mahlgrad). Auch im Kaffeevollautomaten (ganze Bohne) entfaltet er eine delikate Note im Tassenprofil.
Inhalt: 0.25 kg (36,52 € / 1 kg)
Die meisten Kaffees aus Kenias stammen aus Kooperativen und Waschstationen. In den Waschstationen kommen die Farmer zusammen und verkaufen direkt dort ihren Pergamino (Rohkaffee in der Pergamentschale), die Washing Station schält die Bohnen und klassifiziert sie und erstellt dann die zugehörigen Mischungen. So erhält man einen regionalen Kaffee, den "Single-Origin", der einen für die Region typischen Charakter hat. Diese Kaffees werden nach ihren Waschstationen benannt. Dieser "Peaberry Plus" - oder bei uns Perlbohnen-Kaffee genannt - stammt aus dem Ort Kirinyaga, der an den Hängen des Mount-Kenya liegt und für seine hervorragenden Kaffeesorten weltberühmt ist. Er ist Teil des KEDOVO-Projektes (Kenya-Dorf-Volunteers e.V.), der Unterstützer aus Hamburg und vor Ort in Kenia vereint, um die Lebenssituation der Menschen vor Ort zu verbessern. Nachhaltiger Kaffeeanbau ist dabei ein Eckpfeiler des Projektes, das wir sehr gern schon seit vielen Jahren unterstützen. Wie der meiste Kaffee aus Kenia wird dieser vollständig gewaschen aufbereitet und anschließend in der Sonne auf erhöhten Trockenbetten / Gitterbetten getrocknet. Diese werden als "African Beds", auf Deutsch "afrikanische Beete" bezeichnet. Wir bekommen einen Kaffee mit milder Säure, fruchtigen Noten von schwarzen Johannisbeeren und roten Früchten, einem schönen schokoladigen Körper und im Abgang interessante Noten, die an Tomate erinnern. Aber nicht Abschrecken lassen: Dieser Kaffee ist wirklich super lecker!
Inhalt: 0.25 kg (39,52 € / 1 kg)
Wir sind nach wie vor ein wenig stolz darauf, als einer von ganz wenigen Röstern in Deutschland diesen Topkaffee anbieten zu können! St. Helena ist eine kleine Insel im Atlantischen Ozean, ca. 2000 km westlich von Namibia oder Angola entfernt. St. Helena ist als Exil des Kaisers Napoleon Bonaparte bekannt, der in seinem Tagebuch sogar über viele Seiten hinweg von der Qualität dieses Kaffees schwärmte. An einem der abgelegensten Orte der Welt, wird einer der seltensten und teuersten Kaffees überhaupt angepflanzt - der St. Helena Green Tipped Bourbon. Dieser Kaffee hat ein vollendetes Aroma aus Schokolade, Haselnuss und Mandel, außerdem ein ausgewogenes Süße- Säureverhältnis mit intensiv ausgeprägtem Geschmack von Frucht (Apfel/Pflaume), hinzu kommt eine ungewöhnliche und dem St. Helena "ganz eigene" Note von leicht scharfen Gewürzen. Als wenn das nicht schon genug wäre bietet er einen ausgeprägten Körper und langanhaltenden Nachgeschmack. Es ist ein Kaffee, den man unbedingt schwarz trinken sollte, um ihn in allen seinen Facetten zu genießen. Der Anbau geschieht in Handarbeit. Tatsächlich ist es auf einer Insel mit einer Bevölkerung von ca. 5.000 Einwohnern aber nicht gerade einfach, entsprechende Arbeitskräfte zu finden. Aber durch die geringe Produktionsmenge gelingt es dennoch, entsprechend hohe Qualitätskontrollen zu installieren und dem Kaffee die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die er verdient. Da die Gesamtsituation sehr unzuverlässig ist und die exportierbaren Erträge durch Eigenbedarf zusätzlich geschmälert werden, hat der einzige in London ansässige Exporteur diesen tollen Kaffees leider nur sehr selten im Angebot.
Inhalt: 0.25 kg (240,00 € / 1 kg)
Als die Holländer in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erkannten, dass die natürlichen Voraussetzungen zum Wachsen und Gedeihen von Arabica Coffee sehr ähnlich dem Herkunftsgebiet der Kaffeepflanze sind, führten sie mehrere Entwicklungsprojekte durch mit dem Ziel, hochwertigen Kaffee anzupflanzen und zu ernten. Sie achteten dabei jedoch stets darauf, dass keine Mono-Kulturen angelegt wurden, sondern Kleinbauern und Farmer ihre Parzellen bepflanzten, die jeweils kaum ein Hektar Fläche erreichten. Sie lehrten die Gayo-Ureinwohner, Schattenbäume anzupflanzen und teilweise auch Mischkulturen anzulegen. Da die indigenen Gayos herkömmliche Landwirtschaft sehr erfolgreich betreiben, im Kaffeeanbau jedoch keine Erfahrung hatten, wurden zum Erreichen der Ziele Javanesen umgesiedelt, die jahrzehntelange Erfahrung im Kaffeeanbau hatten, aufgrund der nicht optimalen natürlichen Bedingungen in ihrer Heimat jedoch keine guten Erträge erzielen konnten. Der Kaffeeanbau florierte im zentralen Gayo-Hochland in Aceh und in 1995 wurden ca. 10.000 Tonnen Arabica über Medan exportiert.
Inhalt: 0.5 kg (76,00 € / 1 kg)
Costa Rica hat einen vulkanischen Boden, der gut wasserdurchlässig ist und somit reich an Nährstoffen ist. Dieses "Terroir" lässt exzellente Kaffees entstehen. Auffällig sind die gleichförmigen, fast bläulichen Hochland-Bohnen aus der traditionsreichsten Region Costa Ricas. Ein herausragendes sogenanntes Microlot der Finca Juanachute, welches immer eine besondere Qualität darstellt. Wir kennen das von Wein als sogenannte "Steillage", besondere Böden und Mikroklimabedingungen lassen an solchen Orten ganz besondere Kaffees entstehen, die immer die Premiumkategorie darstellen. Wenn solche Kirschen dann noch als "honey" aufbereitet werden, kann man froh sein, wenn man die in die Tasse bekommt. Natürlich wird von Hand selektiv gepflückt, und dieser Kaffee ist ein "yellow honey", der im aufwendigem honey-process aufbereitet wurde und deshalb sehr viel Süße verspricht. Juanachute ist der Name der Farm und der Mühle, die sich im Besitz von Luis Anastacio Castro befindet, (oder "Tacho" wie ihn seine Freunde und Familie nennen). Juana und Chute waren die Spitznamen von Tachos 'Ur-Urgroßeltern, an die sich die neuen Generationen noch immer gut erinnern. In Juanachute gibt es ein breites Wissen über verschiedene Verarbeitungsmethoden, und darüber hinaus haben sie den perfekten Prozess für jede ihrer Farmen und Parzellen festgelegt. Das Juanachute-Team hat für diese Farm in der Pastora-Unterregion Tarrazu bewiesen, dass der "Yellow Honey" Prozess die besten Eigenschaften in der Tasse hervorhebt.Juanachute begann im Jahr 2012 mit der Verarbeitung von Kaffeekirschen, die Idee dazu kam vom ältesten Sohn von Tacho Tachillo. Der Betrieb verarbeitet jährlich rund 300 Säcke aus verschiedenen Farmen. Die Mikromühle zeichnet sich durch eine Vielzahl von Prozessen aus, die vom Waschen bis zum modernen anaeroben Bereich reichen. Tacho und seine Söhne experimentieren und testen gerne verschiedene Prozesse auf ihren Höfen, um zu ermitteln, welche der Methoden am besten anzuwenden sind. Sie glauben, dass eine so kleine Mikromühle viele Vorteile für die Qualitätsproduktion bietet. Hier mal Kaffeefakten von der Farm, wie wir sie bekommen: Anbau: 1800 m.a.s.l Sorte: Mix aus Caturra und Catuai Verarbeitung: Von Hand gepflückt, Floater, Separation, Pulped (behält 50% der Schleimhaut) 9 Tage in afrikanischen Betten getrocknet, anschließend 2 Monate in Pergament (in einer GrainPro-Tasche) gelagert, bevor die Sortierung nach Gewicht, Sieb, Dichte und Farbe durchgeführt wurde.
Inhalt: 0.25 kg (42,52 € / 1 kg)
Im Süden Ecuadors findet man in einem idyllischen Hochtal in über 1500 Metern Höhe, umgeben von mächtigen Bergen, das kleine Dorf Vilcabamba. In der Sprache der Inkas bedeutet der Name "Das Heilige Tal." Nirgends in der westlichen Welt werden so viele Menschen weit über 100 Jahre alt. Hier spielen die 85 jährigen noch täglich Volleyball, gegen die 70 jährigen (kein Scherz!). Der Kaffeeanbau hat hier eine lange Tradition, und an den Berghängen wird einer der wertvollsten Kaffees Südamerika angebaut, - der Kaffee der Hundertjährigen. Es ist durchaus normal, das ein 70-80 oder 90 jähriger morgens mit seinem Esel auf 1600 Höhenmeter hinaufgeht, um dort den Tag mit Kaffeepflücken zu verbringen und abends mit einem vollgepacktem Esel in das Tal zurück zu kehren. Sie können sich vorstellen, dass hierdurch also nur wenig Kaffee auf den Markt kommt. Da nur eine kleine Menge dieses einzigartigen Kaffees zur Verfügung stehen, sind die Ernten über Jahre fast aufgekauft. Aber uns ist es gelungen, eine kleine Menge dieses hervorragenden Kaffees einzukaufen. Frisch geröstet und aufgegossen beeindruckt der Vilcabamba durch seine frische, leicht fruchtige Note, die dann in einem lang anhaltenden, weichen und doch intensivem Kaffeearoma langsam ausklingt.
Inhalt: 0.25 kg (42,00 € / 1 kg)
Brasilianische Kaffees, besonders die hier früher sehr häufig angebaute Varietät: Yellow Bourbon, zeichnen sich durch ihren milden und meist sehr nussigen Körper aus. Oft werden sie in Filterkaffee-Mischungen und Espressokaffees verwendet, weil sie sehr angenehme Grundnoten und wenig Säure haben. Ganz grundsätzlich liebe ich die Yellow sowie Red Bourbons und Red Catuai´s aus Brasilien.Antônio Andrade Pereira Filho und Maria da Conceição Costa Pereira beschlossen in den frühen 70er Jahren, in den Kaffeeanbau in Carmo de Minas zu investieren. Sie kauften 90 Hektar Land und begannen, die ersten Setzlinge zu pflanzen. Fast zur gleichen Zeit, als diese Bäume wuchsen, wurden die beiden Töchter des Paares geboren: Maria Valéria und Maria Rogéria. Die Schwestern begannen schon früh, dem Vater bei der Bewirtschaftung des Hofes zu helfen. Als sie heirateten, kamen ihre Ehemänner, um ihre Frauen bei der gemeinsamen Arbeit zu unterstützen. Als der Vater starb, beschlossen die Schwestern, sich nicht zu trennen, sondern ihre Verbindung noch stärker zu machen. Daher änderten sie den Namen der Farm von Serrado in Irmãs Pereira (Pereira- Schwestern, auf Englisch), um den Geist der Schwesternschaft zu besiegeln. Maria Rogéria Pereira: “Unser größter Stolz ist unser Zusammenschluss als Schwestern und unsere größte Herausforderung ist es, unseren Pioniergeist aufrechtzuerhalten.Auf unserer Kaffee-Safari im Herbst 2023 haben wir, wie es der Zufall so wollte, auf einem sehr nettem Grillfest bei Luis Paulo, einem Kaffeehändler in Carmo de Minas und Sohn des heutigen Farmbetreibers, Hr. Isidro Pereira kennengelernt. Im Gespräch ergab sich natürlich schnell meine Frage: „welche Farm betreiben Sie ..?“ Ja und bei der Antwort hab ich wohl etwas doof und überrascht geguckt, jedenfalls haben wir ordentlich gelacht und noch viel Spaß gehabt, was für ein netter Mann.Da fliegt und fährt man tausende km durch die Weltgeschichte …und zack .. da steht ein Kaffeefarmer, dessen Kaffee Du einfach nur toll findest und sehr gerne verkaufst … neben Dir am Grill. Das Leben ist schon verrückt.
Inhalt: 0.25 kg (36,52 € / 1 kg)
Äthiopien ist die Wiege des Kaffees - hier kommt der Kaffee ursprünglich her und hat sich von dort in die Anbauregionen der ganzen Welt verbreitet. Noch heute gibt es in Äthiopien die größte Artenvielfalt von Arabica-Varietäten, von denen immer noch eine Vielzahl nicht bestimmt und dokumentiert sind. Es wird so oft von "äthiopischen Landrassen" oder "Heirloom" gesprochen, was einfach bedeutet, dass die Kaffeepflanzen aus wilder Selektion und einer Vielzahl an unbestimmten Varietäten stammen. Die besten äthiopischen Kaffees kommen aus den Anbaugebieten Harar, Yirgacheffe und Sidamo. Die wild wachsenden Urwaldkaffees meist aus dem Gebiet Kaffa. Die äthiopischen Kaffeesträucher produzieren kleine, rundliche und leicht spitz zulaufende Bohnen. Der Wachstumsprozess dieser Sorte ist durch die große Höhenlage langsamer als in den meisten anderen Kaffeeregionen. Der jeweilige Name kennzeichnet die Region, aus der diese meist großartigen Kaffees mit dem ihnen eigenen unverkennbarer Geruch und Geschmack kommen. Ãthiopische Kaffees sind sehr fruchtbetont und voller lieblich floraler Noten. Oftmals hat man einen sehr an Jasmintee erinnerndes, liebliches Aroma in Kombination mit einem voluminös, würzigem Körper. Auf alle Fälle zählen sie zweifellos zu dem Besten, was der Weltmarkt zu bieten hat.
Inhalt: 0.25 kg (38,52 € / 1 kg)